Rückblick: Was lief im Januar 2021?

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Nicht alles, was ich zu erzählen habe, wird zu einem eigenen Beitrag. Im Monatsrückblick sammle ich daher alle Themen, die ich trotzdem los werden möchte.

Training

Im Grunde kann ich mich nicht beklagen: Ich komme eigentlich ganz prima durch die kalte, dunkle Jahreszeit. Im Grunde mache ich sogar mehr als sonst, auch wenn die Wochenkilometer das nicht immer widerspiegeln.

Beckenkippung

Der Januar startete wieder mit Rückenproblemen… Es ist immer die gleiche Stelle am unteren Rücken rechts bzw. dort am Po-Ansatz. Nach mittlerweile drei Monaten Kraftübungen (2x pro Woche) hätte ich langsam mal Besserung erwartet. Haben die ganzen Glute Bridges gar nichts gebracht? Aber mir war aufgefallen, dass sich die Beschwerden schon beim Laufen mildern lassen, wenn ich bewusst das Becken weiter nach hinten kippe.

Eine kurze Recherche später landete ich bei „Built with Science“ und einer Anleitung, wie man eine zu starke Beckenkippung nach vorne (Anterior Pelvic Tilt) in den Griff bekommt. Starke Po-Muskeln sind nur ein Faktor. An den Bauchmuskeln und den verkürzten Oberschenkelbeugern hatte ich bisher noch nicht gearbeitet. Und siehe da: seit einer Woche sind die Probleme fast weg! :) Die Übungen habe ich mir übrigens in der Coros-App zusammengebaut und dann schön regelmäßig mit der Uhr am Arm ausgeführt. Sehr gute Lösung.

OpenStreetMaps

Beim Spazierengehen war mir aufgefallen, dass die Kartendienste viele der Wege im Wald hinter der ehemaligen Kaserne nicht kennen. Und ich auch nicht. Dabei ist das Waldstück nicht besonders groß. Also bin ich am nächsten Tag nochmal hin und habe versucht, das Gebiet zu kartografieren. Sprich: ich bin einfach jeden möglichen Weg mindestens ein Mal gelaufen.

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Mir war nicht klar, wie einfach man die Wege mit einem kleinen Tool bei OpenStreetMaps eintragen kann. Es hat dann allerdings ein paar Tage gedauert, bis die neuen Wege wirklich bei OSM und noch viel später bei Strava online waren.

Lauflieblinge

Mir haben die beiden Coros-Uhren viel Spaß gemacht. Die Coros Apex Pro kam eigentlich bei allen Läufen zum Einsatz, manchmal natürlich auch die Pace 2. Wobei ich die auch sehr gerne für die Core-Workouts zuhause benutze.

Ansonsten bin ich durch einen Tipp mal wieder an Hokas geraten. Die Challenger ATR 6 bekomme ich gerade nur schwer von den Füßen – egal auf welchem Terrain. Irgendwie passen wir echt gut zusammen. ;)

Auch ganz begeistert bin ich von einer Reflektionsweste, die ich mir kurzentschlossen noch bei Amazon bestellt hatte. Bei meinen Läufen im Dunkeln habe ich zwar immer Licht dabei, aber um die knallgelben Westen und Bänder mache ich gerne einen Bogen. Die Weste von BTR * sieht einfach nur schlicht grau aus, bis sie im Scheinwerferlicht zum Glühwürmchen wird.

Man merkt sofort, dass die Autos viel früher abblenden, wenn ich die Weste trage. Auf die Idee hätte ich schon viel früher kommen sollen. Denn dunkle Kilometer habe ich schon mehr als genug in den Beinen…

Fundstücke

Pace in Watt konvertieren

Zum Buch „Secret of Running“ gibt es auch einen Blog, auf dem die Autoren regelmäßig ganz spannende Artikel veröffentlichen. Zuletzt ging es darum, wie man die Pace-Angaben aus einem Trainingsplan in Watt-Werte konvertieren kann. Sie machen das über die „Energiekosten beim Laufen“ (ECOR) und erklären auch, wie man diesen Wert für sich persönlichen ermitteln kann. Mein Wert liegt mit 1.05 kJ/kg/km recht nah am vorgeschlagenen Standard von 1.04. Im Wettkampf geht der Wert bei mir sogar gegen 1.00.

Anlass für den Artikel war ein Sportler, der nach dem Buch „Easy Interval Method“ von Klaas Lok * trainieren wollte. Das scheint ein Klassiker in Holland zu sein. Ich habe mir das Buch nach kurzer Recherche direkt bestellt, durchgelesen und angewendet. ;) Vieles erinnert mich an Jack Daniels. Mal sehen, wie lange ich da dran bleibe.

Schwellenwerte per HRV bestimmen

Natürlich war es wieder Marco Altini von HRV4Training, der mich auf den wissenschaftlichen Artikel aufmerksam gemacht hat, wie man aus den HRV-Werten eines Stufentests seine aerobe und anaerobe Schwelle bestimmen kann. Er bietet sogar einen Weg an, wie man den Ansatz selbst testen kann.

Leider ist das mathematisch nicht ganz ohne, daher konnte ich es noch nicht in WKO5 nachbauen. ;) Aber das kostenlose Kubios HRV kann die Berechnungen auch machen, wenn man die richtigen Parameter einstellt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass daraus mal ein ganz verlässlicher Test werden könnten, den man selbst mit seiner Garmin-, Polar- oder Coros-Uhr ausführen kann.

MoxZones für den Humon Hex

Durch Zufall bin ich auch darüber gestolpert, dass sich ein ehemaliger Distributor des Humon Hex angenommen hat. Der ursprüngliche Hersteller hat die User ziemlich im Regen stehen lassen und alle Server und Dienstleistungen eingestellt. Nun gibt es über MoxZones ein eigenes Connect-IQ-Datenfeld und sogar eine App, mit der man die Hardware scheinbar sinnvoll weiter verwenden kann – wenn man ein wenig Geld dafür bezahlt.

Tracksmith Profile

Auf Outside Online ist es ziemlich langer Artikel zu Tracksmith erschienen. Den fand ich wirklich lesenswert, obwohl (oder gerade weil…) es nicht um die Klamotten geht, sondern eher um die Marke und das Business.

Ausblick

Als positiv denkender Mensch kann ich etwas Licht am dunkelgrauen Corona-Himmel entdecken. ;) Das ist zwar noch nichts für nächsten Monat oder den übernächsten, aber es macht doch zumindest Hoffnung und Mut, irgendwann mal wieder in ein zielgerichtetes Training einsteigen zu können. Ich werde es im Februar auf jeden Fall weiter mit der Easy Interval Method probieren.

Die nächsten zwei Monate wird es sicher auch wieder schuh-lastiger auf dem Blog, denn das „Test-Center“ füllt sich deutlich. Selbst ohne die ganzen Modelle, die für März angekündigt sind, komme ich auf fast zehn Schuhe, die ich laufen und verbloggen darf. Darunter sogar eine Marke, die ich noch nie am Fuß hatte! :)

  1. Zehn Schuhe? Also Zehenschuhe… *hahaha*

    Bei wird es definitiv weniger Schuh-lastig. Wegen des Knies erspare ich mir erstmal sämtliche Experimente. Aber es ist ja nicht so, dass es sonst nix zum Testen gibt. :)

  2. Hallo Thomas,

    freut mich, dass du gut durch die dunkle Jahreszeit kommst – nicht nur mit der leuchtenden Weste sondern anscheinend auch mental ;-)

    Ein zielgerichtetes Training fände ich auch mal wieder gut, und ich hoffe, dass du Recht behältst mit deiner Prognose!

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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Thomas (der Harlerunner)