Stryd Wind V3

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Seit vier Jahren laufe ich nun bereits mit STRYD. Nach dem Stryd Pioneer (Brustgurt) bin ich mit dem Stryd Summit (Footpod) gelaufen und habe auch hier beide Versionen am Fuß gehabt. Der Stryd Wind ist die dritte und neueste Version des ersten Powermeters für Läufer.

Anzeige: STRYD hat mir den Footpod für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Produkttest

Stryd Wind

Herstellerlink
Stryd Wind
Preis
229 Euro
Aktiv getestet
6 Wochen

Erster Eindruck

Was beim Auspacken sofort auffällt: der Verpackung ist deutlich kleiner geworden. Das liegt natürlich daran, dass man die Ladetechnik geändert hat und keine induktive Ladestation mehr mitgeliefert werden muss. Was „damals“ so fancy war hat sich in der Praxis nicht sonderlich bewährt. Die neue Ladeklammer mit USB-Anschluss ist ein sehr willkommenes Update.


Auf den ersten Blick hat sich am Stryd nichts geändert – bis auf ein kleines zusätzliches Loch. Bei genauer Betrachtung der beiden mitgelieferten Halteklammern fällt auf, das diese so geändert wurden, dass Luft zu diesem Loch gelangen kann. Denn dahinter befindet sich wohl die neue Technik zur Detektion des Windes – die neue Funktion des Footpods.



Angeblich soll auch die Befestigung selbst optimiert worden sein, nachdem sich die Fälle gehäuft haben, in denen der Stryd durch einen Bruch der Haltenasen nicht mehr sicher am Schuh zu befestigen war. Das System ist aber grundsätzlich gleich geblieben: der Footpod wird erst hinten über eine breite Nut eingesetzt und dann vorne fixiert.

Erfahrungen beim Laufen

Weder das Auspacken, noch die Kopplung mit Smartphone und Laufuhr waren besonders spannend, denn es hat sich im Grunde nichts geändert – bis auf den Umstand, dass der Stryd Wind jetzt eben genau den in seine Leistungsmessung mit einbezieht. Nachdem die Algorithmen für bergauf, bergab und Power-Waking optimiert worden sind, war das die einzige wesentliche Größe, die ohne Hardwareänderung nicht berücksichtigt werden konnte. Der Effekt ist ja klar: bei (starkem) Rückwind läuft es sich leichter, im Gegenwind braucht man mehr Energie. Genau diesen Einfluß weist der Stryd Wind jetzt als „Air Power“ aus.

Bisher war es ja auch schon so, dass man sich neben dem Power-Wert auch z.B. die „Form Power“ ansehen konnte. Also den Anteil des Power-Wertes, der für die Vertikalbewegung des Körpers aufgebracht wird. Auch die „Air Power“ ist bereits im an die Uhr übermittelten Power-Wert enthalten und läßt sich (nachträglich) über die Graphen im Stryd Powercenter auslesen. Es ist dann abzulesen, wie viel Prozent des Watt-Wertes die „Air Power“ ausmacht. Und das ist natürlich auch die große Frage: lohnt sich der Aufwand überhaupt? Ist es sinnvoll auf den Stryd Wind umzusteigen, wenn man bereits mit dem Stryd Summit V2 läuft?

Im direkten Vergleich der beiden Footpods kommt ganz klar heraus: zieht man beim Stryd Wind die „Air Power“ von dem Power-Wert ab, erhält man exakt die selben Werte, die der Summit liefert. Nochmal: beide Footpods liefern (bei Windstille oder Indoor) exakt die selben Ergebnisse. Nur dass bei der Wind-Version die „Air Power“ eben noch addiert wird. Und diese Einflußgröße schwankt natürlich von Lauf zu Lauf und selbst innerhalb eines Laufes, so daß deren Bedeutung gar nicht pauschal zu bewerten ist.

Bei mir gehen die Air-Power-Werte innerhalb eines Laufes durchaus mal bis zu 10 Prozent hoch. Stärkere Ausschläge habe ich bisher noch nicht beobachtet, allerdings gab es auch keine wirklich stürmischen Tage. Im Durchschnitt schwankt der Einfluss zwischen 1-3 Prozent. Andererseits bedeuten Spitzen bis zu 10 Prozent eben auch, dass ich bei einem Wettkampf im Wind locker 20 Watt mehr leisten würde, die der Stryd ohne Wind nicht berücksichtigen würde – und das wäre dann ein deutlicher Einfluß, der in der Berechnung und für ein optimales Pacing fehlt.

Entwicklungen bei Stryd

Bei der Gelegenheit möchte ich kurz darauf hinweisen, dass sich auch Stryd als Plattform seit meinen letzten Berichten deutlich entwickelt hat. Ursprünglich war noch ein Testlauf nach Protokoll notwendig, um seine Critical Power zu ermitteln. Mittlerweile wird dieser Wert automatisch aus den Trainingsdaten ermittelt und deckt sich meiner Erfahrung nach sehr gut mit Werten, die ich über WKO5 oder XERT bekomme. Dafür muss das System aber auch immer mal wieder mit Maximalleistungen über z.B. eine, zehn und vierzig Minuten gespeist werden.

Bei den Datenfeldern auf Garmin-Uhren schwenkt Stryd gerade zum neuen „Stryd Zones“ um. Das ist flexibler einzusetzen und kann entweder nur den Power-Wert anzeigen oder (bei Vollbild-Verwendung) mehrere Power-Metriken plus eine grafische Darstellung der Zonen. Diese werden ausserdem immer über den Auto-CP-Wert aktualisiert.

Ein Feature des Datenfeldes ist auch ein (wirklich nerviger) Alarm, falls der Footpod während eines Laufs vom Schuh fällt. Wie gesagt: die Befestigung ist die Achillesferse des kleinen Gerätes. Durch den Alarm bekommt man das aber sicher innerhalb von 2-3 Schritten mit. Also falls das wirklich mal passieren sollte. Mir ist das innerhalb von vier Jahren und mit drei unterschiedlichen Footpods genau ein Mal passiert. Muss man also nicht dramatisieren, der Alarm ist aber bei einer Investition von über 200 Euro ein sehr beruhigendes Feature.

Es wurde auch ein eigener Running Stress Score RSS eingeführt, der die Gesamtbelastung eines Laufes repräsentiert. Über den Vergleich des RSS der letzten 42 Tage mit dem der letzten 7 Tage ermittelt Stryd in der App ausserdem die Running Stress Balance und gibt damit Aufschluss über Ermüdung bzw. Fitness. Letztendlich nähert sich Stryd damit dem an, was TrainingPeaks über sein Performance Management Chart PMC leistet bzw. WKO5 über seine Power Duration Curve PDC ermittelt. Zumindest in den absoluten Basics. Aber wie so häufig können 20% der Leistung ja schon 80% des Nutzens ausmachen (Pareto). ;) Stryd ist da auf jeden Fall auf einem sehr guten Weg und wird seine Plattform sicher noch weiter (und sehr aktiv!) in diese Richtung ausbauen.

Meine Meinung

Interessantes Update
Wind kann durchaus einen bedeutenden Einfluß auf das Laufen haben – in bestimmten Situationen. Das wird erstmals durch den Stryd Wind messbar. Der Umstieg vom Stryd Summit V2 wird sich aber wohl nur für die wenigsten Läufer lohnen. Wer mit dem Stryd Wind in die Welt der Powermessung beim Laufen einsteigt, erhält ein bewährtes und verbessertes Produkt, dass nun eben auch Wind berücksichtigt.
Shop-Empfehlungen Den Stryd kauft man am besten direkt beim Hersteller oder z.B. bei Laufen mit Watt. Ergänzende Literatur gibt es natürlich bei Amazon:


Stryd Footpod 3.0 *

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  1. Was mir sehr gefällt ist, dass beim Bergablaufen durch den Geschwindigkeitsanstieg nun auch der Luftwiderstand berücksichtigt wird. Von daher sind die Zahlen bergab realistischer als früher.

  2. Stryd 3.0?
    Ein Reinfall.

    Ich habe schon viele Jahre eine Verbesserung für den Polar S3 bzw. Bluetooth Smart Sensor (BSS) gesucht, also im Sinne besserer Trageeigenschaften wie auch im Sinne der Anzeige von laufstilspezifischen Daten sowie Belastungsaspekten.
    Der Stryd ist kleiner, smarter und funktionaler – keine Frage.

    Als ich mir kürzlich endlich mal den Stryd kaufte (zum Glück wieder über Amazon), hatte ich große Hoffnungen, die leider hart enttäuscht wurden. Hier scheiterte es – wie bei vielen solcher Gadgets – schon an Grundlagen.

    1. Klar ist, dass der Stryd nicht von Polar unterstützt wird. Okay, wird doch ein bisschen unterstützt, allerdings nur in seinen rudimentären Aspekten. Das kann die Vantage V allein oder mit dem BSS. Der Stryd ist hier überflüssig.

    2. Weil der Stryd nicht gut von Polar unterstützt wird, hat man 2 im Prinzip gleiche Datensätze auf der Auswertungsplattform stryd.com: den von PolarFlow (Zugriff muss im Stryd aktiviert werden) und den des Stryd selbst.
    Der Stryd-Datensatz enthält alles – außer die GPS-Route sowie die manuellen Laufrunden.
    Der PolarFlow-Datensatz enthält nichts vom Stryd außer den üblichen Laufdaten dieses Tools, die die Sportuhr selbst aber auch bietet (doppelt vorhanden).
    Man muss, um auf stryd.com seriös arbeiten zu können, einen der beiden unvollständigen Datensätze löschen… Natürlich dann den aus PolarFlow. Dumm nur, dass man damit 2 Ärgernisse hat:

    a) Man kann sich den Lauf in seiner Gänze nicht gut ansehen, weil wichtige Daten fehlen. Der Stryd-Datensatz enthält zudem keine manuellen Runden, außerdem packt er vorn und hinten an den Datensatz noch überflüssige Daten an, die nicht zum Lauf gehören (rein bewegungsinduziert).

    b) Nicht nur wegen unter a) genannten zusätzlichen, nutzlosen Daten des Stryd-Datensatzes, stimmen auch die zusammenfassenden Ergebnisdaten nicht. Das bedeutet: Statt bspw. einer BKZ (Bodenkontaktzeit) von durchschnittlich 260 ms hat man dann bspw. nur 310 (wertlos für eine Aussage). Statt der manuellen Runden hat man automatische Runden. Das ist de facto verheeerend für die Ergebnisse der selbst gestoppten Runden – diese sehen nämlich logischerweise ganz anders aus als die aus dem Stryd. Es macht halt einen Unterschied, ob automatisch Runden nach jeweils 1 km gestoppt werden oder manuell nach je 2,5 km (oder ähnlich, je nach individueller Laufstrecke). Schrittfrequenz, Lauftempo, Schrittlänge etc. werden im Überblick (schnell erfassbarer Durchschnitt der Werte) „falsch“ dargestellt.

    3. Die Datensätze aus PolarFlow kommen zumindest an sich korrekt bei stryd.com an. Von bisher 4 Läufen landeten aber 2 Datensätze des Stryd (50%, korrekt? :-) ) im stryd.com-Auswertungsportal an falschen Tagen, teils zur falschen Uhrzeit. Völlig bizarr. Außerdem stimmte einer der falsch angezeigten Datensätze inhaltlich nicht. Das waren nicht die Laufdaten meines Laufs. Oder sie wurden irgendwie verfälscht … (?)

    4. Hat man die Daten aus dem Stryd heruntergeladen (mit dem Smartphone), sind sie verloren. Der Stryd speichert nicht! – Wer aus verschiedenen Gründen versucht, die Daten aus dem Stryd nochmal zu laden, wird scheitern. Der Stryd meldet „No data“.

    Fazit:
    Der Stryd ist ein nettes Spielzeug (ohne wirklich nutzbringende Effekte), das kaum mit Polar kompatibel ist und zudem eine Reihe von Bugs enthält, die ihn für die Benutzung wertlos machen. (Hinweis: Der Vertreiber in Deutschland weist im übrigen auf die teilweise Inkompatibilität gegenüber Polar auch hin. Bei Suunto ist es genauso…)

    Nebenbei:
    Wer als erfahrener Läufer einen guten Laufstil hat, die richtigen Schuhe – und dann noch und auf hohem Niveau trainiert, braucht so ein Gadget nicht, denn es zeigt nur an, was man eh schon weiß und zukünftig wissen wird, wenn man weiß, was man tut. – Ich schreibe das als jahrzehntelang erfahrener Läufer, natürlich aus meiner ganz persönlichen Sicht.

    Ich bin nun also – neben dem „SensoRun“ – auch mit dem STRYD durch. Oder um es mal drastisch und überspitzt zu formulieten: teurer, nutzloser Quatsch.

    Sportliche Grüße
    Frank

    1. Hi Frank,

      erstmal Danke für den langen Kommentar. Es tut mir leid zu lesen, dass Du so schlechte Erfahrungen mit dem Stryd gemacht hast. Teilweise hast Du natürlich Recht und sprichst Punkte an, die ich voll nachvollziehen kann. Die Unterstützung durch Polar und Suunto ist einfach mangelhaft. Das liegt allerdings nicht an Stryd, sondern am fehlenden Support durch die Hersteller. Bei Garmin sieht man ja, wie gut das Zusammenspiel funktionieren kann.

      Bei ein paar Punkten möchte ich Dir allerdings widersprechen oder sie zumindest relativieren:

      (1) Das kann die Vantage V allein oder mit dem BSS. Der Stryd ist hier überflüssig.
      Die Vantage V kann zwar „Wattmessung am Handgelenk“, doch die ist GPS-basiert und damit mit der des Stryds überhaupt nicht vergleichbar. Wenn Power für mich eine Trainingsorientierung sein soll, würde ich mich weder auf Polar noch auf Garmins Running Power verlassen. Stryd ist dann keineswegs überflüssig, sondern absolut notwendig.

      (2) Synchronisiert man die Datensätze in der richtigen Reihenfolge (erst abwarten, bis Polar seinen Eintrag gemacht hat, dann Offline-Sync des Stryd), kombiniert das Powercenter beide Einträge automatisch und macht daraus einen sauberen. Dadurch treten dann auch Deine Punkte 2a und 2b nicht auf.

      (4) Die Datensätze landen im Powercenter und sind eben nicht verloren. Könnte es vielleicht sein, dass Du zufällig die richtige Reihenfolge eingehalten hattest (siehe 2) und daher die Daten direkt kombiniert wurden?

      Du scheinst Dir vom Stryd viele neue Analysemetriken zu Laufstil und Belastung erhofft zu haben. Unter dem Aspekt und auch noch in Verbindung mit Polar, kann ich Deine Enttäuschung verstehen. Mir bringen diese sekundären Daten fast nichts und sie wären für mich definitiv kein Kaufargument für den Stryd. Mit der Wattmessung, die die Vantage V ja durchaus unterstützt, hast Du Dich nicht beschäftigt?

    2. Hallo Frank
      Spannend was Du da so schreibst… Die meisten Probleme, die Du beschreibst, liegen aber bei Polar und nicht Stryd! Mit Garmin funktioniert das Ding einwandfrei. Wie nützlich oder nutzlos Stryd oder die Wattmessung im Allgemeinen beim Laufen ist, ist primär abhängig von Dir und was Du damit machst. Ja, es ist am Anfang nicht ganz ohne sich mit der Materie auseinanderzusetzen, aber man kann erstaunliches Auswertung und vorallem für erfahrene Läufer ein Riesenplus! So meine Ansicht als 2.42er Marathonläufer. Die von empfolenen Bücher hab ich beide auch gelesen und stimme denen zu. Beide sind komplementär vom Inhalt her und helfen die Wattmessung zu verstehen. Auswertungen sind Plattformen wie Garmin Connect, Stryd, PolarFlow, Strava, etc. ungeeignet und zeigen Schwächen in der Zusammenführung der Daten (was meiner Ansicht nach herzlich wenig mit Stryd zu tun hat) – ich erwarte von einem Hardware Lieferanten bedingt was geniales was die Software anbelangt (Auswertungsplatform). Auswerten tu ich in Trainingpeaks (nach dem Training auf dem Mobile oder Web) und einmal die Woche auf WKO5, was mir unendliche Auswertungsmöglichkeiten bietet, die mir helfen meine Laufeffizienz und Trainings zu analysieren und die nächsten spot on zu planen.
      Nächstes Ziel sub 2.40 und Stryd hilft mir dabei dieses Ziel zu erreichen.
      Will Dich in Deiner Meinung nicht bekehren, aber für andere Leser, es gibt 180° entgegengesetzte Meinungen und eine davon ist, dass Polar es die letzten Jahre ganz schön vergeigt hat…

  3. Hallo Harlerunner,

    danke für Deine interessante Antwort!

    Nun hatte ich den Stryd zurückgeschickt und das Ding ist für mich Geschichte. Trotzdem – damit andere etwas von dieser Diskussion haben:

    Natürlich: Wie ich auch schon schrieb, war mir klar (nach Beschäftigung mit den Hinweisen auf der Homepage des deutschen Anbieters), dass Polar nur rudimentäre Daten des Stryd unterstützt, die de facto nichts bringen, da Polar diese durch die eigene Technik bereitstellt. Mir war das egal, da ich über das Portal stryd.com an die mich interessierenden Daten komme. Egal, ob ich dann nun schon 2 Portale besuchen muss (stryd.com, flow.polar.com).

    Ich sehe in der Wattmessung keinerlei Notwendigkeit. Diese war und ist für MEINE Interessen überflüssig. Ich bin Marathonläufer und benötige nur Basisdaten, quasi als Leitplanke für Training und Wettkampf. Da hat sich in meinen letzten 35 Jahren Straßenlauf aber auch gar nichts geändert.

    Zu Deinem Punkt 2): Den Trick kannte ich nicht. Ich weiß aber zumindest, dass ich (rein zufällig) die VV zuerst an die Ladeschale brachte und die Daten lud, kurz danach mit dem Smartphone die Daten aus dem Stryd saugte…

    Zu Punkt 4) Der Datensatz aus dem Stryd kann nicht nochmals geladen werden. Genau das ist das Problem. Es geht hier um den Stryd, nicht um das Powercenter. Der Stryd ist Hardware und hat einen Speicher, das Powercenter ist Software. :-)

    Du hast nicht reflektiert, was ich zum Thema „Datensatz landet an der falschen Stelle“ schrieb. Ein absolutes NoGo beim Betreiben eines solchen Produkts.

    Du schreibst weiterhin (Zitat):

    „Du scheinst Dir vom Stryd viele neue Analysemetriken zu Laufstil und Belastung erhofft zu haben. Unter dem Aspekt und auch noch in Verbindung mit Polar, kann ich Deine Enttäuschung verstehen.“

    Nein, das habe ich so nicht geschrieben und ich hatte auch nicht vor, wie ein Anfänger auszusehen, der sich über ein paar neue Gimmicks freut und blind einen Stryd kauft.
    Ich hatte gelesen, dass der Stryd kann, was Polar seit Jahrzehnten nicht kann, aber bspw. Garmin seit einiger Zeit. Hier geht es um stilrelevante Daten. Ich muss das jetzt nicht weiter ausführen. Wer sich die Produkthinweise zum Stryd ansieht, weiss Bescheid.
    Und nochmals: Dass Polar viele Optionen des Stryd nicht unterstützt, war mir vor dem Kauf klar. Da war ich jetzt also nicht enttäuscht. Das wäre 100% unlogisch.

    Sportliche Grüße
    Frank

  4. Hallo Yves,

    ich beklagte mich nicht über Polar. Das ist aus meinen Kommentaren ersichtlich. Ich stellte fest, dass mir vor dem Kauf des Stryd klar war, was ich da kaufe und dass der Stryd nicht voll von Polar unterstützt wird.

    Natürlich war mir auch bekannt (auch das schrieb ich bereits), dass Garmin und Stryd ein Team sind.
    Aber man wechselt i.a. nicht wegen eines Lauf-Gimmicks die Sportuhrenmarke.

    WATTMESSUNG AM STRYD INTERESSIERT(E) MICH NICHT DIE BOHNE! UND AUCH NICHT AN DER VANTAGE!
    Hergottsakra!
    Leute, hört doch mal bitte mit diesem ständigen Watt-Gerede auf! Das Marketing geht mir schon genug auf den Geist.
    Es geht hier um etwas, was der Stryd kann – und der kann mehr als Wattzahlen generieren.

    Deine Laufzeit ist unerheblich – sie macht Dich definitiv nicht gleichzeitig kompetent. Im übrigen hast Du mit keiner Silbe Dein „Riesenplus“ mit dem Stryd zur Sprache gebracht. Da bin ich also noch auf ein paar eloquente Zeilen gepannt und lasse mich ungern mit Werbesprüchen und unbewiesenen Behauptungen beeindrucken. ;-) Dafür bin ich doch zu lange dabei. You know…

    Um zu Deinem berechtigten Zentralschlag gegen Polar zu kommen:
    Da hast Du natürlich Recht. Ich kenne Polar seit 1996… und deren hochwertigste Produkte (HRV-Analyse war schon damals mein Steckenpferd).
    Dass Polar den eigenen Mythos in den Staub getreten hat, ist sehr bedauerlich. Ich weiß nicht, welcher Betonkopf da im Management sitzt – aber vielleicht sind die einfach auch nur noch geldgierig geworden. Oder sie kämpfen ums Überleben. Wer weiß das schon – außer den Leuten in der Polar-Führungsetage?

    Schönen Abend! :-)
    Frank

  5. Hallo,

    besitze eine Suunto Ambit3 Vertical und wollte mir gerne den neuen Stryd zulegen. Hatte bisher die Brustgurtvariante (Stryd Pioneer). Seit der Umstellung von Movescount auf Suunto App werden jedoch meine Wattwerte nicht mehr angezeigt. Das scheint auch bei anderen Usern so zu sein.
    Läuft bei dir die Kombi Ambit3 + Stryd Wind + Suunto App? Der Suunto Support bzw. deren Community Forum konnten leider nicht weiterhelfen.

    Besten Dank

    1. Hi Michael, ich könnte natürlich jetzt meine Ambit3 wieder in Betrieb nehmen, die Suunto-App installieren und die Kombination mit dem Stryd ausprobieren. Da Suunto sich aber scheinbar entschieden hat, die Ambit3 nur noch sehr stiefmütterlich mitzuschleppen, ist meine Motivation dafür äußerst gering. Ich kann es Dir also nicht aus Erfahrung beantworten und werden werde es auch nicht ausprobieren wollen. Planst Du denn die Ambit3 dauerhaft weiter zu benutzen?

  6. Ich bin mit der Ambit3 halt noch sehr zufrieden und sehe nicht unbedingt einen Mehrwert in den möglichen „Upgrades“…wenn ich auch immermal auf die Garmin FR245 oder Suunto 5 schiele…. Letztendlich werde ich zur HF-Messung weiterhin einen Brustgurt verwenden, brauche also nicht einmal einen optischen HF-Messer an der Uhr. Bunte Displays und Sleeptracking brauche ich auch nicht. ~10h GPS Laufzeit reichen mir. Die Coros Apex wird eine Überlegung, sobald diese eine Unterstützung für Stryd anbietet. Idee wäre dann: Apex + Stryd + HF-Gurt (Polar H10?)..parallel dazu mit App „HRV4Training“ sowie Trainingpeaks und WKO5 arbeiten.
    Also in Kurz: vorerst bleibe ich bei der Ambit3. Den Stryd Wind werde ich einfach bestellen und ausprobieren ob es unter mit der Suunto App klappt.

  7. Da ich bereits eine Apple Watch habe und sie immer mehr genutzt habe, bleibt das Garminzeugs mittlerweile in der Schublade.
    Ich nutze die Apple Watch 5.
    Bestes Display. Beste Smartwatch (meiner Meinung nach). Dazu nutze ich die Stryd App. Die kann mittlerweile sogar live die Einheiten aus Trainlngspeaks laden. Also direkt die geplanten Intervalle auf der Uhr. Geil. Die Exportmöglichkeiten aus der Stryd App: Genial.
    Dazu verwende ich einen Polar H10 Pulsgurt.

    Apps:
    Sleeptracking: SleepWatch App
    HRV: EliteHRV
    HealthFit exportiert meine gewollten Gesundheitsdaten einmal am Tag automatisch nach Trainingpeaks (Auch Gewicht)

    Planung des Trainings: TrainingPeaks
    Auswertung: WKO5

    Separate Sportuhr? Geschichte.

  8. Hallo Valleri,

    also Deine Aussage ist: „Das Garminzeug bleibt in der Schublade.“

    Du besitzt eine „Apple Watch 5“.
    Du benutzt die „Stryd App“.
    Somit benutzt Du auch „Stryd“.
    Du benutzt „Trainingspeaks“.
    Du benutzt den „H10 Brustgurt“.
    Du benutzt die „SleepWatch App“.
    Du benutzt „Elite HRV“.
    Du benutzt WKO5.

    Deine Pointe: „Separate Sportuhr? Geschichte.“

    Grandiose Realsatire! ;-)

    Sportliche Grüße
    Frank

  9. Ja. Richtig. Die Apple Watch habe als als Smartwatch nicht zum Training gekauft. Das ich keine separate Uhr brauche weil das System welches ich nutze deutlich besser ist: Genial. Was ist daran Satire?
    Ich finde es genial.

    Die Aussage ist eigentlich: Wenn man einen Stryd hat und einen Brustgurt ist es egal was man für eine Uhr dran hat. Genauer und besser geht es nicht.

  10. Hi Valleri,

    Uhren und *Software (ggf. auch als *App bezeichnet) machen keinen Sport. Insofern verstehe ich durchaus, dass Du Deine Uhr „nicht zum Training gekauft“ hast. Und klar, da braucht man natürlich(!)auch keine SPORTuhr.

    Das Spielen mit Technik und Software ist ja auf jeden Fall auch Sport – also wie man heute so schön sagt: „E-Sport“. ;-)

    (Ooops, war das schon wieder eine neue Satire?)

    Sport frei!
    Frank

  11. Habe mir den StrydV3 im Dezember bestellt und bin nun seit 3 Wochen mit der Suunto9 Baro und dem Stryd unterwegs…
    Alles funktioniert, nur der Airpower Wert bleibt im Powercenter immer auf Null…

    Auch bei starken Gegenwind oder Seitenwind bleibt er andauernd auf Null. Keine Ahnung.

    1. Machst Du denn auch einen Offline-Sync über die Stryd-App, oder landen nur die Suunto-Aufzeichnungen im PowerCenter? Ohne Offline-Sync wirst Du dort weder Air Power sehen, noch Form Power oder LSS…

  12. Ich sehe es wie Valleri. Laufuhren verkommen durch Stryd zur Nebensache. Pulsgurt ist eh Pflicht. Stryd dazu. Wen interessiert Garmin oder Polar. Nimm die Uhr die man hat und nutze sie. Einzige Voraussetzung: Stryd Unterstützung.
    Die Apple Watch hat tatsächlich eine tolle Stryd App. Mehr braucht man nicht.

    Und wie der Satiremann auch schon bemerkt hat: Man lässt einfach die Uhr dran die man eh schon dran hat. Nimmt den Laufschuh mit dem Stryd, Pulsgurt drum. Laufen. Einfacher geht es nicht.
    Ich glaube die etablierten Hersteller werden es in Zukunft noch richtig schwer haben

  13. Hallo Rolf,

    also wenn etwas „verkommt“, ist es vielleicht das Essen von vorgestern. :-)

    Ansonsten fasse ich das mal – aus meiner Sicht – zusammen: Es geht weder um Polar, noch um Garmin, Suunto, Stryd etc…. Es geht auch nicht um Apple oder irgendwelche Programme (die man heutzutage „App“ nennt).

    Die korrekte Frage ist doch: Mit welcher Technik wird es mir ermöglicht, ein effizientes Training zu unterstützen? Dahinter steht die präzise Erfassung von relevanten(!) Daten und die Abbildung dieser sowie auch die Auswertung von Daten mithilfe bestimmter Programme (als Mehrwert), womit wiederum bestimmte Aussagen ermöglicht werden, die tatsächlich nützlich sind, für die Entwicklung wie auch Überwachung des Sportlers.
    Um o.g. Frage zu beantworten, benötigt man also vor allem Erfahrung und Kenntnisse zur Sportart. Also etwas, das beim Gros der Kientel wenig oder nicht vorhanden ist.

    Sie haben richtig geschlussfolgert, dass der Brustgurt eines der wenigen sinnvollen Tools ist, die die Geschichte hervorgebracht hat, denn die unblutige Schnittstelle zu den wertvollsten Daten liegt auf der Haut, in der Nähe des menschlichen Herzens.

    Jetzt kommt die Schlüsselfrage: Was will ich eigentlich und was hilft mir dabei? Inwieweit sind es Skills und inwieweit sind es Geräte, die mich auf dem Weg begleiten?
    Bereits die Frage, was man um den Arm oder sonstwo trägt, ist eine höchst individuelle, die in keinen Kontext zu Produktmarken gesetzt werden kann.
    Jeder muss mit sich selbst ins Gericht gehen und sich ehrlich fragen: „Lasse ich mich gern bespaßen oder brauche ich das, um vorwärts zu kommen?“
    Schaut man sich die Marathonläufe (oder die großen Volkswettkämpfe allgemein) an, und schaut man sich die in Mode gekommenen Langstreckenmärsche an (also die wirklich langen…), dann fällt vor allem eines auf: Das anhaltende massive „Versagen“ der Klientel an ihrer „Aufgabe“. Hier fehlt es an sportlicher Erfahrung und fachlicher Bildung. Das hat nichts mit Produkten zu tun und schon gar nichts mit dem Stryd. Der Stryd läuft nicht, schwimmt nicht und fährt nicht Rad.

    Zitat:
    „Nimmt den Laufschuh mit dem Stryd, Pulsgurt drum. Laufen. Einfacher geht es nicht.
    Ich glaube die etablierten Hersteller werden es in Zukunft noch richtig schwer haben“

    „Einfach laufen“ hat nichts mit dem Brustgurt und nichts mit dem Stryd zu tun.
    Um einfach laufen zu können, sollte man zunächst mal „einfach gelaufen“ sein, wonach man wahrscheinlich anschließend gern zu einem Laufbuch gegriffen hat, hernach man schnell gemerkt hat, wie einfach Laufen wirklich funktioniert. Da wird man sich zuerst auf Stilbildung konzentrieren, auf körperliche Entwicklung (spezifische Kräftigung, Beweglichkeit etc.) und man wird sich überlegen, nicht diese schrecklichen, sinnfreien Schuhe mit ihren Fersenpolstern und eingequetschten Zehen zu benutzen, die die Füße, Knie, Hüften und die Wirbelsäule ruinieren.
    Schnell wird man merken, dass die individuellen Fähigkeiten überwacht werden müssen, um für sich selbst sinnige Aussagen treffen zu können. Man lernt das THF-Modell kennen und entwickelt daraus eigene Konzepte.
    Was die Geräte betrifft: Man braucht da nichts weiter als eine Stoppuhr-Funktion und eine HF-Aufzeichnung. Das schafft bereits eine Uhr aus den 90er-Jahren – theoretisch.

    Die etablierten Hersteller haben es immer schwer, wenn sie stets selbstgefällig und kundenfern, servicefeindlich und völlig überteuert ihre halbgaren Produkte auf den Markt werfen und damit jedes Jahr auf’s Neue Kunden um ihr sauer verdientes Geld bringen und gleichzeitig vergrätzen. Aber solange diese Sachen gekauft werden, reichlich gekauft werden, besteht kein Grund, etwas zu ändern. Ärgern werden sich stets die wenigen Spezialisten, die Enthusiasten, die alten Hasen, die Könner. Die Leute, die echte Tools suchen – die wissen, was sie tun, und vor allem, was sie nicht brauchen, was sinnfreier Schnickschnack ist.
    Da Sportuhren immer auch Methoden mitbringen, die Sportlern in der Trainingsüberwachung sportartspezifisch zunutze sind (nomen est omen), wird es sie weiterhin geben und sie werden – wenn die Hersteller klug sind (Was man derzeit überhaupt nicht sagen kann.), expliziten Einfluss am Markt behalten. Letztlich geht es auch um Symbole und eben Marketing.
    Der dem Humanoiden angeborene und bei den meisten Menschen auch (teils extrem) ausgelebte Hang zur „Community“ ist bekanntermaßen marktspezifisch eine strategische Ressource. Diese Ressource ist leicht manipulierbar und muss nur entsprechend infiltriert werden. Und man sieht ja, dass die Hersteller schon mehr oder weniger ungelenke Versuche anstellen, per Gadgetisierung eigentlich spezifischer Produkte die Kauflust der unsportlichen Masse anzuregen. Dass sie sich damit viel Ärger einhandeln, ist auch klar – es scheint aber so, dass die verspielte Masse letztlich für den Umsatz sorgt. Und durch „Vergleichsdiskussionen“ im Internet, bei denen es um die Bevorzugung von Produkten geht – nicht um die Sinnhaftigkeit dieser im Kontext echter Nutzbarkeit – wird doch letztlich durch die Konsumopfer selbst Marketing betrieben. Voila! Das ist doch das Beste, was den Herstellern passieren kann. Da müssen sie sich auch zukünftig KEINE Sorgen machen.

    Sportliche Grüße
    Frank

  14. Hi Thomas,
    lese deinen Blog immer gerne.
    Zu dem neuen Stryd (den ich mir gerade angeschafft habe), habe ich eine Frage.
    Gibt es die Möglichkeit sich bei Trainingpeaks oder WKO5 die Windpower anzuzeigen oder wird das nur im Stryd Powercenter welches ich ansonsten nicht nutze ausgewiesen?

    1. Hi Miriam, bei TrainingPeaks geht es nicht, aber WKO5 liefert sogar Charts mit, die auf Workout-Level die Air-Power anzeigen. Ansonsten kann man natürlich auch selbst den Kanal @air_power benutzen. Warum benutzt Du das PowerCenter nicht? Da Anzahl der gut brauchbaren Funktionen dort wächst und wächst…!

  15. Hey,
    was ich bis jetzt noch nicht gefunden habe ist eine Aussage zu der Wasserfestigkeit, Regen, Bachquerungen usw.
    kannst du dazu bitte mal was sagen?

    1. Laut Stryd ist der Pod nur gegen kurzes Untertauchen geschützt (siehe https://support.stryd.com/hc/en-us/articles/115003992334-Can-I-use-Stryd-in-streams-and-rivers-). Ich habe zwar auch schon oft gelesen, dass Flussdurchquerungen kein Problem gewesen sein sollen. Aber ich würde es ehrlich gesagt nicht drauf anlegen. Drei Schritte samt Untertauchen durch eine große Pfütze zu laufen muss er sicherlich aushalten. Der Wasserdruck darf im Inneren des Pods einfach nicht zu groß werden.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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