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Saucony stellt seine Schuhmodelle von Everrun auf Pwrrun um. Das neue Dämpfungsmaterial hat mir beim Ride ISO2 gut gefallen, daher war ich natürlich sehr gespannt darauf, wie sich mein Lieblingsschuh damit anfühlt.
Anzeige: Saucony hat mir den Laufschuh für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.
ProdukttestSaucony Kinvara 11
Saucony Kinvara 11
135 Euro
7 Wochen
Erster Eindruck
Saucony, wir müssen reden… Wer kommt denn bei euch auf diese Design-Ideen?! Mit den Farben kann ich ja noch leben. Aber Applikationen aus geprägtem Glanzleder? Diese „barocke“ Ferse? Und musste die Dämpfung auch noch so einen Farbnebel bekommen? Ok, geschenkt. Ist ja ein Schuh zum Laufen und kein Modelartikel.
Das neue Modell ist ansonsten schon ein ziemlich typischer Kinvara – finde ich. Dabei hat sich im Detail doch einiges geändert. Da ist in erster Linie natürlich die neue Dämpfung zu nennen. Zuletzt ging es ja um Everrun, das beim Kinvara 10 als Topsohle verbaut war. Beim neuen Modell besteht die Sohle aus Pwrrun und die Topsohle aus Pwrrun+. Äusserlich sieht man allerdings keinen Unterschied. ;)
Die „Laufsohle“ besteht weiterhin nur aus zwei verstärkten Bereichen an der Ferse und dem großen Zehen. Ansonsten hat die Pwrrun-Dämpfung direkten Bodenkontakt. Das ist im Grunde schon seit dem Kinvara 6 so und stellt auch kein Problem dar. Im Gegenteil: es spart ganz einfach Gewicht.
Auch die Schnürung ist nur minimal verändert: die oberen Löcher haben eine „besondere“ Verstärkung bekommen, während die anderen Lochpaare nur leicht verstärkt sind.
Die Ferse… Ich bin mir nicht ganz sicher, welchen Zweck die vielen Nähte haben. Das Wichtigste ist aber: die Ferse bietet einen guten Halt und ist für einen Schuh in dieser Gewichtsklasse auch ziemlich angenehm gepolstert.
Mit 542 Gramm ist der Kinvara 11 ein echtes Leichtgewicht – allerdings gleichzeitig auch 5% schwerer als der Vorgänger. Ob das einen spürbaren Unterschied macht, muss sich beim Laufen zeigen.
Erfahrungen beim Laufen
Bei jeder neuen Version meines Lieblingsschuhs stellt sich natürlich die Frage, ob sich überhaupt noch etwas verbessern ließ, oder ob es sogar Verschlechterungen gibt. Auch beides gleichzeitig ist möglich.
Obwohl ich es mir kaum vorstellen konnte, gehört die neue Pwrrun-Dämpfung zu den Verbesserungen. Der Unterschied ist zwar eher minimal, aber dennoch spürbar. Mir gibt Pwrrun etwas mehr Komfort und gleichzeitig ein wenig mehr Bounce – bei einem weiterhin sehr gutem Laufgefühl. Sollte das Mehrgewicht also in der Dämpfung stecken, war das gut investiert. ;)
Ein klein wenig Kritik habe ich interessanterweise bei der Schnürung. Bei fast allen neuen Schuhen läßt sich der ideale Druck beim ersten Lauf finden. Beim Kinvara 11 habe ich immer noch manchmal das Gefühl, er wäre mal zu fest oder mal zu locker geschnürt. Das kann natürlich auch mit dem Wechsel der Aussentemperaturen im Moment zusammenhängen.
Meine Meinung
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Spaßfaktoren / Eignung
Nicht jeder Schuh eignet sich für jede Art von Training oder Wettkampf. Das ist (neben dem Schuh an sich) abhängig von Lauferfahrung, Leistungsstand, Gewicht und persönlichen Vorlieben. Meinen Spaß mit dem Schuh würde ich für folgende Kategorien so einschätzen: