Soar Ultra Jacket 3.0

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Tim Soar ist selbst schuld, wenn ich bei der dritten Version eines Produktes sehr hohe Erwartungen habe. Denn meist ist bereits spätestens die zweite Überarbeitung bereits „perfekt“. ;)

Anzeige: Ich habe die Jacke beim Hersteller vergünstigt einkaufen können. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Produkttest

Soar Ultra Jacket 3.0

Herstellerlink
Soar Ultra Jacket 3.0
Preis
ca. 210 Euro
Aktiv getestet
3 Wochen

Vor ziemlich genau drei Jahren gab es die erste Version der Regenjacke, gefolgt ein Jahr später von der Ultra Rain Jacket 2.0. Von beiden Modellen war ich sehr begeistert, denn das verwendete Material war einzigartig: so eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit gab es in keiner anderen Regenjacke auf dem Markt. Damit gehörte der „Plastiktüten-Effekt“ der Vergangenheit an.

Vor zwei Jahren kam dann die Soar All Weather Jacket in die Kollektion. Die Jacke ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Laufjacken, denn sie wärmt nicht nur, sondern ist auch noch wind- und wasserdicht.

Für die Wasserdichtigkeit ist allerdings keine Membran verantwortlich, sondern ein sehr, sehr eng gewebtes Material, das zusätzlich wasserabweisend ist. Weil es gewebt ist, ist auch die Atmungsaktivität hervorragend – in einem Maß, das Regenjacken niemals erreichen könnten.

Auch diese Jacke hat mittlerweile eine Überarbeitung erfahren, wobei der Schutz vor Regen durch eine mehrfache Beschichtung nochmal verbessert wurde.

Warum erzähle ich das alles? Nun, die neue Ultra Jacket 3.0 ist sozusagen das gemeinsame Kind der beiden genannten Modelle und erbt deren besten Eigenschaften.

Viel besser kann Tim Soar das selbst erklären, was er in seinen „Designer’s Notes on Film“ sehr gerne tut:

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Erster Eindruck

Die Soar Ultra Jacket 3.0 ist damit in gewisser Weise eine ganz neue Jacke. Wobei sie sich weiter an das Grundprinzip der Soar-Regenjacken hält: dünn, leicht, keine Extras – ausser einer Rückentasche.

Es gibt die Jacke in der hier gezeigten Farbe „Space Grey“ und in schlichtem Schwarz.

Ich muss zugeben, dass ich mich an „Space Grey“ zunächst nicht ran getraut habe… Aber als meine schwarze Version aus Versehen eine Nummer zu klein geliefert wurde, habe ich mich beim Tausch umentschieden und könnte damit nicht zufriedener sein. :)

Die Ultra Jacket 3.0 schließt oben mit einem weichen Stehkragen ab und hat keine Kapuze. Die finde ich bei anderen Regenjacken auch ganz praktisch, vermisse sie aber bei der Soar-Jacke überhaupt nicht. Sie ist schließlich nicht fürs Spazierengehen gedacht, sondern „Performance Wear„.

Die Bündchen der Ärmel sind wie beim Soar Windbreaker geschnitten: an der Innenseite gibt es einen Gummizug, während die Aussenseite etwas länger ist.

Am unteren Saum gibt es einen Gummizug, der eine Weiteneinstellung der Soar Ultra Jacket 3.0 ermöglicht. Insgesamt ist die Jacke wieder sportlich eng geschnitten. Der Gummizug kann zusätzlich verhindern, dass Wind unter die Jacke greifen kann.

Die Rückentasche ist so gut platziert, dass auch ein schweres Handy darin nicht hüpft. Allerdings ist das auch das größte Gewicht, dass man der leichten Jacke zumuten sollte. Viel besser sind darin Handschuhe oder ein Schlauchtuch untergebracht.

Erfahrungen beim Laufen

Den sportlichen Sitz habe ich schon erwähnt, aber noch nichts zum Material gesagt. Denn das ist nicht nur absolut ungewöhnlich, sondern auch noch exklusiv für Soar. Man merkt sofort, dass es sich nicht um eine „Folie“ oder Membran handeln kann, denn es ist nicht glatt. Aber man muss schon mit einer Lupe hinsehen, um die Gewebestruktur zu erkennen.

Ausserdem ist das „Rainout“-Material elastisch, was dem perfekten Sitz natürlich auch zugute kommt. Somit hat man überhaupt nicht das Gefühl, eine Jacke zu tragen. Die Ultra Jacket ist eher wie ein weiches Longsleeve, das man nicht nur an Regentagen tragen will.

Und genau so sollte man es auch in seine Kleidungsschichten einplanen: an milden Herbsttagen hatte ich nur ein T-Shirt unter der Jacke und war damit auch ohne Regen bestens ausgestattet. Selbst bei schweißtreibenden Passagen war die Soar Ultra Jacket 3.0 genau so angenehm zu tragen, als wäre sie keine Regenjacke. ;)

Gleichzeitig ist sie aber eben genau das! Selbst nach gut einer Stunde im Regen perlen die Tropfen noch einfach so vom Material ab. Es gab keine durchfeuchteten Stellen, kein Kondensat auf der Innenseite (bis auf „Schweißabrieb“) und keine tropfenden Ärmel, weil sich dort Wasser gesammelt hätte. Selbst der teilweise peitschende Wind bei einem der Testläufe konnte daran nichts ändern.

Meine Meinung

Soar Ultra Jacket 3.0
Absolute Perfektion
Die Soar Ultra Jacket 3.0 ist die perfekte Regenjacke. Punkt. Es gibt nichts Vergleichbares auf dem Markt, denn das Material ist absolut einzigartig und erfüllt seine Funktion einfach sehr, sehr gut.

Selbst gute Alternativen anderer Hersteller sind nicht wesentlich günstiger, was meine Empfehlung nochmal unterstreicht.

Wer neben dem Regenschutz gerne noch einen Kälteschutz hätte, greift zur Soar All Weather Jacket 2.0. Reicht ein Schutz gegen Nieselregen, kommt auch der Soar Windbreaker in Frage.
Qualität
Funktion
Aussehen
Preis / Leistung
5
Bewertung

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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