Garmin Forerunner 225: GPS-Fix innerhalb von Sekunden

Garmin Forerunner 225 im ausführlichen Test

Mit dem Test der Garmin Forerunner 225 habe ich mir viel Zeit gelassen. In den ersten Wochen gab es noch kleinere Kinderkrankheiten, die aber mittlerweile alle ausgeräumt sind. Nach gut zwei Monaten im (fast) täglichen Einsatz, kann ich nun ausführlich berichten.

Vorgeschichte

Mit Brustgurten stehe ich schon länger auf Kriegsfuß. Ich fühle mich damit eingeschnürt. Ganz abgesehen vom Handling beim Anziehen und während des Laufs. Selbst der Premium-Gurt von Garmin will bei mir nicht gut sitzen. Daher habe ich mich bereits vor knapp einem Jahr entschieden, den Brustgurt gegen das Scosche Rhythmn+ Armband zu tauschen. In Kombination mit der Forerunner 220 hat das hervorragend funktioniert. Das ändert aber nichts daran, dass man ein weiteres Gerät aufladen, umschnallen und sauber halten muss.

Der nächste logische Schritt bei den Laufuhren war die Integration der Pulsmessung in die Uhr. Die Technik ist vorhanden und mittlerweile auch bewährt, denke ich. Adidas, TomTom und Epson haben mit ihren Produkten gezeigt, dass dieser Schritt möglich ist. Als Garmin Mitte Mai die Forerunner 225 mit integrierter optischer Herzfrequenzmessung ankündigte, war ich sofort begeistert. Seit Mitte Juni sind die Uhren verfügbar und ich habe mein Exemplar wirklich ausgiebig getestet.

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Wichtiger Hinweis

Seit November 2015 gibt es bereits ein Nachfolgemodell: die Garmin Forerunner 235. Die Uhr ist im Funktionsumfang wesentlich erweitert worden (Connect-iQ-Apps, VO2max-Ermittlung, Back-to-Start-Navigation). Ausserdem wurde ein anderer optischer Sensor verbaut.

Mehr dazu in meinem ausführlichen Testbericht der Garmin Forerunner 235.
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Garmin Forerunner 225

Herstellerlink
Garmin Forerunner 225
Preis
ab ca. 240 Euro
Aktiv getestet
ca. 300 km
Anzeige: Die PR-Agentur von Garmin hat mir die Forerunner 225 für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen im Training wieder. Was sich für mich als nützlich erweist, ist hoffentlich auch für andere Freizeitläufer interessant. Nach dem Ende des Testzeitraums habe ich die Uhr zu einem Vorzugspreis gekauft.

Erster Eindruck

Garmin Forerunner 225 - Verpackung
Garmin Forerunner 225 – Verpackung

Ich war ehrlich gesagt ein wenig aufgeregt, als meine Forerunner 225 endlich ankam. Durch den Poststreik war nicht ganz klar, ob ich sie wirklich kurz nach Veröffentlichung in Händen halten könnte. Aber das hat zum Glück alles gut geklappt. Die Verpackung ist auffällig rot – aber sonst kommt mir die Uhr erstmal ziemlich vertraut vor. Schließlich benutzte ich seit langem die Forerunner 220.

Garmin Forerunner 225 - Lieferumfang
Garmin Forerunner 225 – Lieferumfang

Die Verwandschaft zur Forerunner 220 ist zwar unverkennbar, aber bei genauer Betrachtung hat sich doch so einiges getan. Mir ist als erstes die neue Ladeklammer aufgefallen. Die alte war zwar auch ok, aber die neue scheint mir die Uhr noch besser fassen zu können. Garmin musste sich wegen dem geänderten Boden natürlich etwas einfallen lassen, um einerseits den optischen Sensor zu schützen und andererseits die Ladekontakte sicher zu platzieren.

Was fällt noch auf? Die Gestaltung des Display-Randes ist leicht geändert worden. Das Rot tritt so ein wenig in den Hintergrund – was ich ganz angenehm finde. Es macht die Uhr ein gutes Stück alltagstauglicher, weil sie nicht mehr so auffällig ist.

Garmin Forerunner 225: Grafische Anzeige der Herzfrequenzzonen
Garmin Forerunner 225: Grafische Anzeige der Herzfrequenzzonen

Zur dezenteren Gestaltung trägt auch das neue Armband bei. War es bei der 220 noch mit deutlichen Farbakzenten versehen, ist das Armband der Forerunner 225 nun komplett schwarz. Gleichzeitig ist es einige Millimeter breiter geworden, was dem Tragekomfort sehr zugute kommt.

Garmin Forerunner 225: Neues Armband und Schließe
Garmin Forerunner 225: Neues Armband und Schließe

Es fühlt sich zudem deutlich weicher an. Diese kleinen Updates haben natürlich ihren Sinn: durch den optischen Herzfrequenzsensor auf dem Gehäuseboden kommt dem Armband eine weitere Funktion zu. Es muss die Uhr nicht nur sicher am Handgelenk halten, sondern auch für den lichtdichten Abschluss der Uhr auf dem Handrücken sorgen.

Garmin Forerunner 225: Rückseite mit Lichtdichtung
Garmin Forerunner 225: Rückseite mit Lichtdichtung

Zu diesem Zweck setzt Garmin bei der Forerunner 225 auch eine Lichtdichtung auf dem Gehäuseboden ein. Die weiche Gummilippe sorgt dafür, dass möglichst kein Licht zwischen Haut und Uhr gelangt. Das wäre für die optische Messung der Herzfrequenz nicht gut und würde die Ergebnisse verfälschen – wenn nicht sogar unmöglich machen.

Garmin Forerunner 225: optischer Herzfrequenzsensor und Ladekontakte
Garmin Forerunner 225: optischer Herzfrequenzsensor und Ladekontakte

Denn das neue (Achtung: Wortspiel) Herzstück der Uhr ist der optische Sensor von MIO. Garmin hat das Rad also nicht neu erfunden und setzt statt dessen auf bewährte Technik. MIO war der erste Hersteller, der Produkte zur optischen Erfassung des Pulses im Angebot hatte. TomTom setzt bei seiner Runner Cardio auch darauf.

Man erkennt auf dem obigen Bild zwei Leuchtdioden, die grünes Licht durch die oberen Hautschichten schießen. Der optische Sensor in der Mitte nimmt dieses Licht wieder auf, das durch den Blutfluss natürlich in seiner Helligkeit schwankt. Aus diesen Schwankungen errechnet die Uhr dann die Herzfrequenz – genauer gesagt: den Puls.

Ergänzend hier noch ein Video von Garmin, das die Uhr vorstellt:

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Inbetriebnahme

So, jetzt machen wir das Ding aber mal an. ;) Wie schon von der Forerunner 220 gewohnt, meldet sich die 225 zuerst mit dem Garmin-Logo und einem Piepston.

Garmin Forerunner 225: erster Start
Garmin Forerunner 225: erster Start

Beim ersten Einschalten werden außerdem die Sprache und einige Daten zum Athleten abgefragt. Körpergröße und Gewicht werden zum Beispiel benötigt, um aus den Aktivitäten den Kaloriernverbrauch zu ermitteln.

Anschließend ist zwingend ein Aufenthalt im Freien vorgesehen, damit die Uhr erstmals Kontakt zu den GPS-Satelliten aufnehmen kann. So werden auch Datum und Uhrzeit ermittelt und automatisch eingestellt.

Der erste SAT-Fix ließ nur Sekunden auf sich warten. Die Forerunner 225 war bisher fast immer so schnell und hat sich nur wenige Ausnahmen gegönnt, bei denen ich bis zu 30 Sekunden suchend in den Himmel gucken musste. Und in den Fällen war das auch immer nachvollziehbar nach einer Laufunterbrechung von mehr als zwei Tagen – länger werden die Positionsdaten der Satelliten im Voraus wohl nicht abgerufen.

Das Menü bietet keine großen Überraschungen und entspricht fast vollständiger dem der Forerunner 220. Lediglich bei der Auswahl des Herzfrequenzsensors gibt es einen kleinen Unterschied, da dieser entweder komplett aus geschaltet werden kann, oder automatisch gesucht wird. Per ANT+ lassen sich auch externe Sensoren koppeln, falls die Forerunner 225 zum Beispiel im Winter über der Kleidung getragen werden muss.

Ergänzungen gibt es nur für die neue Activity-Tracker-Funktion der Uhr. Man kann sich also ein zusätzliches Armband sparen, falls man die Forerunner sowieso den ganzen Tag tragen will. Schlafrhythmus, Kalorien und Schritte kann die neue 225 nun auch ganz alleine tracken.

Über die beiden Tasten links unten („Pfeil hoch“ und „Pfeil runter“) lassen sich unter der Anzeige der Uhrzeit verschiedene Werte einblenden. Neben den bisher verbrauchten Kalorien gibt die Forerunner auch Auskunft über die zurückgelegten Schritte und das derzeitige Tagesziel. Dieses Ziel passt die Uhr dynamisch an, damit es immer auch erreichbar bleibt und weiter motiviert.

Als kleine Gedächtnisstütze meldet sich die Garmin-Uhr bei längerer Inaktivität und gibt über einen Ring am Zifferblattrand auch eine optische Rückmeldung. Der Ring verschwindet erst wieder, wenn das Schritte-Konto ein deutliches Plus zu verzeichnen hat.

 

Garmin Forerunner 225: Herzfrequenz-Messung auf Knopfdruck
Garmin Forerunner 225: Herzfrequenz-Messung auf Knopfdruck

Die Pulsmessung ist auch immer nur einen Knopfdruck weit entfernt – eine schöne Spielerei. ;) In der ersten Tagen habe ich die Funktion ziemlich oft benutzt, weil ich es einfach spannend fand mal meinen Puls in verschiedenen Alltagssituationen zu testen.

Garmin Forerunner 225 am Handgelenk
Garmin Forerunner 225 am Handgelenk

Einsatz als Activity-Tracker

In der ersten Woche habe ich die Forerunner 225 Tag und Nacht getragen. Mich interessierte vor allem die Auswertung des Schlafrhythmus. Manchmal ist man morgens sehr erholt, manchmal total zerschlagen. Vielleicht könnte mir die Uhr Auskunft darüber geben, was ich nachts so getrieben habe. Ich war von den Auswertungen allerdings sehr enttäuscht. Garmin unterscheidet die Schlafphasen in „Tiefschlaf“, „leichter Schlaf“ und „Wach“. Das sieht in der Grafik dann so aus:

Activity Tracker - Schlaf
Activity Tracker – Schlaf

Leider sieht das Bild immer so (oder so ähnlich) aus – egal wie gut oder schlecht ich geschlafen habe. Mir fehlt die Möglichkeit irgendwelche Schlüsse aus den „Auswertungen“ zu ziehen. Zum Beispiel, ob ich vielleicht immer nach einem langen Lauf schlechter oder unruhiger schlafe. Hinzu kommt noch: aus der Grafik oben ist überhaupt nicht abzulesen, dass ich in der Nacht ca. eine Stunde im Schlafzimmer meiner Tochter verbracht habe, weil es ihr nicht gut ging. Und das war definitiv weder im Tiefschlaf noch im leichten Schlaf. ;) Mein geliebter Mittagsschlaf wird überhaupt nicht erfasst.

Bleibt also noch das Zählen der Schritte. Dabei muss man sich von der Vorstellung verabschieden, dass wirklich einzelne Schritte gezählt werden. Vielmehr geht es um Bewegungen, die der Beschleunigungssensor in der Forerunner 225 als Schritte interpretiert. Das kann also auch mal die Kopfsteinpflaster-Strecke auf dem Fahrrad sein… Aber darauf kommt es nicht an, denn es geht viel mehr um das große Bild der Tagesaktivität und deren Pausen. Da konnte mich die Uhr schon motivieren nicht immer nur vor dem PC zu sitzen, sondern regelmäßig aufzustehen und ein paar Schritte zu machen. Sofern ich den Vibrationsalarm mitbekommen habe… Denn was beim Laufen wirklich sehr gut funktioniert (wohl auch, weil man damit rechnet), geht im geschäftigen Alltag zu leicht unter. Und dann ist der böse rote Kreis schon wieder voll, bevor man reagieren konnte.

Als Läufer, der mehrmals in der Woche seine Kilometer abspult, finde ich das Schrittezählen allerdings nur mäßig sinnvoll. Wenn ich Geld in so eine hochwertige Laufuhr wie die 225 investiere, bin ich auch unterwegs damit. Und dann ist mein Aktivitätsniveau sowieso so hoch, dass ich mir den Schrittzähler sparen kann. Daher habe ich den Activity-Tracker der Forerunner nach ca. einer Woche auch komplett deaktiviert und es nicht bereut.

Die Forerunner 225 im Vergleich mit der Forerunner 220

Es liegt nahe sich diesen beiden Uhren im Vergleich anzusehen. Den grob gesagt ist die Forerunner 225 eine 220 mit optischem Herzfrequenzsensor statt Brustgurt. Ausserdem habe ich viel Erfahrung mit der Forerunner 220 und kann die Verbesserungen (genau so wie Verschlechterungen…) ganz gut beurteilen. Einige Unterschiede sind ja schon zur Sprache gekommen, andere sieht man erst im direkten Vergleich.

Garmin Forerunner 225 im Vergleich mit Forerunner 220
Garmin Forerunner 225 (oben) im Vergleich mit Forerunner 220
Garmin Forerunner 225 im Vergleich mit Forerunner 220
Garmin Forerunner 225 (rechts) im Vergleich mit Forerunner 220

Besonders auf dem zweiten Bild fällt auf, dass die Forerunner 225 etwas größer geworden ist. Das liegt wohl weniger am Display, sondern eher an der Gehäusegröße. Die Uhr hat optisch mehr Gewicht bekommen – vor allem im Bereich des Bandanschlusses.

Garmin Forerunner 225 im Vergleich mit Forerunner 220
Garmin Forerunner 225 (hinten) im Vergleich mit Forerunner 220

Den größten Unterschied gibt es aber in der Höhe: da sind sicherlich zwei Millimeter dazu gekommen. Schließlich musste ja der neue Sensor samt Lichtdichtung untergebracht werden. Viel spannender als die äußeren Werte, sind aber die inneren. Ist die optische Messung der Herzfrequenz genau so verlässlich wie mit dem Brustgurt? Hat sich am GPS etwas getan? Ich habe die Uhren auf mehreren Läufen direkt miteinander verglichen.

Garmin Forerunner 225: Herzfrequenz-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Testlauf
Garmin Forerunner 225: Herzfrequenz-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Testlauf

Die Verschiebung der beiden Herzfrequenz-Kurven mag zu einem kleinen Teil darauf zurückzuführen sein, dass ich die beiden Uhren manuell nicht haargenau zeitgleich starten und stoppen konnte. Doch auch wenn man diesen Messfehler berücksichtigt, bleibt ein deutlicher Nachlauf der Herzfrequenz bei der Forerunner 225 (blaue Kurve). In der Praxis – sprich: mit beiden Uhren am Arm – war dieser Unterschied aber nicht zu merken. Hin und wieder gab es zwar mal einen Unterschied von einem oder maximal zwei Pulsschlägen, aber in den meisten Fällen waren sich die Uhren beim Ablesen über die Herzfrequenz einig.

Garmin Forerunner 225: Speed-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Testlauf
Garmin Forerunner 225: Speed-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Testlauf

Ähnlich einig waren sich die Forerunner bei der Geschwindigkeit. Ich habe das Tempo mehrmals bewusst reduziert und wieder forciert, um die Trägheit der Uhren vergleichen zu können. Dabei stellte sich heraus, dass die Forerunner 225 länger brauchte, um sich auf die neue Geschwindigkeit einzupendeln. Bei konstanter Geschwindigkeit waren beide Uhren aber immer gleichauf. Es gilt allerdings zu bedenken, dass ich die Forerunner 220 schon sehr lange laufe und der Bewegungssensor schon sehr gut auf mein Bewegungsprofil eingestellt ist, während es der erste Lauf überhaupt mit der Forerunner 225 war.

Garmin Forerunner 225: Herzfrequenz-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Halbmarathon
Garmin Forerunner 225: Herzfrequenz-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Halbmarathon

Eine der Kinderkrankheiten der Forerunner 225 ist in der Herzfrequenzkurve eines Halbmarathon-Wettkampfes gut zu sehen, bei dem ich beide Uhren dabei hatte: auf dem ersten Kilometer ist der Puls viel zu hoch, findet dann aber schnell zu normalen Werten. Im weiteren Verlauf zeigen sich allerdings kleinere Peaks als Ausreißer nach oben. Mittlerweile zeigt sich das Verhalten nicht mehr. Mehr dazu im Abschnitt Kinderkrankheiten.

Garmin Forerunner 225: Speed-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Halbmarathon
Garmin Forerunner 225: Speed-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Halbmarathon

Bei der Geschwindigkeit hatte die Forerunner 220 dann Probleme. Allerdings führe ich das darauf zurück, dass ich die Uhr nicht am Arm, sondern in der Hüfttasche hatte. Das hat sicherlich den Beschleunigungssensor irritiert und außerdem den GPS-Empfang gestört. Dadurch hat die 220 zu kurz gemessen, während die 225 beim Halbmarathon auf genau 21,1 km gekommen ist.

Garmin Forerunner 225: GPS-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Halbmarathon
Garmin Forerunner 225: GPS-Aufzeichnung im Vergleich mit Forerunner 220 beim Halbmarathon

Bei den GPS-Tracks zeigen sich auch nur geringfügige Abweichungen, die wohl vor allem auf der adaptiven Aufzeichnung beruhen. Garmin speichert bei beiden Uhren nicht jeden gemessenen GPS-Punkt, sondern optimiert diese Daten für die FIT-Dateien.

Bei allen Testläufen mit beiden Uhren waren die Ergebnisse so dicht beieinander, dass ich mich nach kurzer Zeit nur noch auf die Forerunner 225 verlassen habe. Exakt gleiche Daten waren schließlich nicht zu erwarten, geringfügige Abweichungen wird es auch unter gleichen Modellen geben und schlussendlich bin ich auch Freizeitläufer, bei dem der Erfolg nicht von einem Herzschlag mehr oder weniger auf der Uhr abhängt.

TomTom Runner Cardio oder Garmin Forerunner 225?

Auch dieser Vergleich ist nahe liegend, denn beides sind sehr gute Laufuhren mit einem gemeinsamen Alleinstellungsmerkmal: der optischen Herzfrequenzmessung. Es wird sogar der gleiche Sensor verwendet. In den Bereichen Design, Grundfunktionen, Bedienung, Anzeige und GPS sehe ich beide ungefähr gleichauf.

Bei der TomTom Runner Cardio hatte ich große Probleme mit der Konnektivität. Ein Sync über Android-Handys war nicht herzustellen. Und der Umweg über das USB-Kabel ist für mich nicht annehmbar – viel zu unpraktisch und längst nicht mehr zeitgemäß. Zumindest wäre über den Umweg PC eine Übermittlung der Trainingsdaten an andere Plattformen möglich. Allerdings ist das auch der einzige Weg, da TomTom sich ansonsten nicht für Synchronisationsdienste wie z.B. tapiriik.com öffnet.

Weiterhin fehlt mir bei der Runner Cardio die Möglichkeit Intervalle nach realistischen Trainingsplan-Vorgaben einzurichten. Zwar bietet TomTom diese Möglichkeit grundsätzlich, aber es gibt nur Zeit- oder Distanzvorgaben. Ein Training nach Pace oder Herzfrequenz ist bei den Intervallen nicht vorgesehen.

Mehr zu den Möglichkeiten der Forerunner 225 gibt es weiter unten. Mein Testbericht zur TomTom Runner Cardio ist hier zu finden.

Kinderkrankheiten

Schon kurz nach Erhalt der Forerunner 225 habe ich mich im amerikanischen Garmin-Forum mit anderen Benutzern ausgetauscht, da zwei Probleme aufgetaucht waren, die von mehreren anderen Benutzern unter gleichen Umständen bestätigt werden konnten.

Mittlerweile sind diese Kinderkrankheiten aber restlos ausgeräumt und ich möchte nur der Vollständigkeit halber darüber berichten.

Falsche Herzfrequenz auf dem ersten Kilometer

Das Phänomen habe ich gerade beim Vergleich mit der 220 schon angerissen: bei einigen Läufen zeigt(e) die Forerunner 225 auf dem ersten Kilometer zu hohe Herzfrequenz-Werte an. Im weiteren Verlauf konnte es dann noch zu einigen Abweichungs-Peaks kommen, aber massiv falsche Werte traten immer nur am Anfang auf. Meine eigenen Versuche das Problem zu lösen führten schnell zum gleichen Ergebnis, das auch Tenor im Forum ist: es liegt am individuellen Sitz der Uhr am Arm des Trägers. Offensichtlich gibt es drei Faktoren, welche die Ermittlung der korrekten Herzfrequenz beeinflussen können: Haarwuchs, Position am Arm und Strammheit des Armbandes.

Bei Menschen mit dunklem Hautbild und starkem Haarwuchs bekommt der optische Sensor wohl zu schlechte Werte geliefert. Ein Haar, dass sich direkt vor dem Sensor mitbewegt, kann schnell zu großen Ungenauigkeiten führen. Bei mir scheint beides eher keinen negativen Einfluss zu haben.

Die Position am Arm ist schon ein größerer Faktor: es ist wichtig die Uhr deutlich hinter dem Handgelenk, also sozusagen „hoch am Arm“ zu tragen. Einige Benutzer beschreiben die Position so, als wenn man noch eine weitere Uhr davor (also zum Handgelenk hin) tragen würde. Ziel ist es auf jeden Fall eine Position zu finden, in der die Bewegung des Handgelenkes nicht mehr zu Bewegungen der Haut unter der Uhr führen kann. Bei mir ist das deutlich hinter dem Handgelenk, aber gleichzeitig auch an der Stelle, an der ich sowieso meine Uhren trage.

Garmin Forerunner 225: Bewegungsaufforderung Activity Tracker

Der wesentliche Faktor, der bei mir zu schlechten Messungen geführt hat, war der Sitz des Armbandes. Ich bin es gewohnt Uhren eher locker zu tragen und habe daher auch die Forerunner 225 nicht sonderlich stramm getragen. Sie war weit davon entfernt sich am Handgelenk bewegen zu können, aber für eine gute Herzfrequenzmessung wohl doch zu locker. Die Lösung war ganz einfach: ich trage die Uhr einfach ein Loch strammer, als ich es nach Gefühl machen würde. Damit ist der Sitz immer noch absolut komfortabel – auch auf langen Distanzen. Seit dem habe ich aber nie wieder unrealistische Werte in meinen Herzfrequenzkurven bemerkt.

Ist das nun ein Problem der Uhr oder des Trägers? Ehrlich gesagt habe ich solche Probleme nie mit dem Scosche Rhythmn+ Armband gehabt, das auch optisch am Handgelenk misst. Allerdings ist dort auch nicht der Sensor von MIO verbaut, sondern von Valencell – vielleicht kommt der einfach besser mit schwierigen Messumgebungen zurecht. Letztendlich funktioniert die Herzfrequenzmessung der Forerunner 225 bei mir aber seit zwei Monaten absolut problemlos.

Bluetooth-Verbindungsprobleme

Auch dieses Problem ist mittlerweile gelöst, nachdem Garmin ein Firmware-Update veröffentlicht hat. Ursprünglich wurden die neuen Modelle mit der Firmware-Version 2.20 ausgeliefert. Mit diesem Stand kam es zu Problemen mit Android-5-Handys. Das Pairing über die Garmin-Connect-App funktionierte problemlos und die Synchronisation mit dem Garmin-Server ging in wenigen Sekunden vor sich. Doch sobald Handy und Uhr außer Reichweite waren, oder die Bluetooth-Verbindung anderweitig unterbrochen wurde, war es vorbei mit dem Sync. Die Geräten wollten einfach keine Verbindung mehr zueinander aufbauen.

Der erste Workaround sah so aus, dass man die Uhr ausschalten und wieder einschalten musste – dann funktionierte auch die Bluetooth-Verbindung zum Android-Handy wieder. Für genau ein Mal… Ungefähr einen Monat lang habe ich meine Forerunner 225 also nach jeder Laufeinheit also aus- und wieder eingeschaltet.

Mit der neuen Firmware-Version 2.30 haben dann alle auf eine Besserung gehofft, die aber (zunächst) nicht eintrat. Das Problem existierte nach wie vor, bezog sich aber immer nur auf Handys mit Android 5.0 oder neuer. Dann verbreitete sich die Lösung wie ein Lauffeuer: nach dem Update auf 2.30 war ein Master-Reset notwendig. Das war keine große Sache, denn anschließend war man nach Auswahl der Sprache und Eingabe von Größe und Gewicht wieder im Rennen – wenn man vorher so schlau war seine Aktivitäten zu sichern. ;)

Mittlerweile ist diese Problemlösung schon seit drei Wochen bei meiner Uhr umgesetzt und die Synchronisation funktioniert absolut problemlos.

In der Praxis

Meine Praxistipps für die Forerunner 225 findest Du hier.

Bedienung

Über die fünf Tasten an vier Positionen des Gehäuses lassen sich alle Funktionen der Uhr sehr gut und logisch bedienen. Mit der roten Start-Stop-Taste oben rechts „weckt“ man die Uhr aus dem Uhrzeit-Modus und veranlasst sie dazu, nach Herzfrequenz und GPS zu suchen. Ist beides gefunden, startet ein weiterer Druck auf die Taste den Lauf. Wenn doch nur alles so einfach wäre… ;)

Startet man nicht sofort in eine Aktivität, gelangt man mit den Pfeiltasten links unten ins übersichtliche Menü. Dort kann man zum Beispiel Optionen der Uhr umstellen oder eine vorher in Garmin Connect erstellte Trainingseinheit auswählen. Garmin hat natürlich ein schönes Anleitungsvideo dazu gemacht:

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Wie man im Video bereits sehen konnte, stellt die Forerunner 225 maximal drei Datenfelder pro Seite dar. Es stehen zwei individuell anpassbare Seiten zur Verfügung, zwischen denen man während des Laufs mit den Pfeiltasten wechseln kann. Zusätzlich gibt es weitere fest voreingestellte Seiten wie die Uhrzeit, die farbig hinterlegten Herzfrequenzbereiche oder die Einhaltung von Vorgaben aus den Trainingseinheiten.

Garmin Forerunner 225: Grafische Anzeige der Herzfrequenzzonen
Garmin Forerunner 225: Grafische Anzeige der Herzfrequenzzonen

Konnektivität

Die Forerunner 225 kann über drei Wege mit der Aussenwelt kommunizieren: per USB, Bluetooth und ANT+. Das USB-Kabel dient einerseits zum Laden der Uhr, andererseits können darüber aber auch die Aktivitäten mit Garmin Connect synchronisiert oder Updates eingespielt werden. Beim Anschluss an den PC hat man außerdem direkten Zugriff auf die Trainingseinheiten im FIT-Format, um sie zum Beispiel zu anderen Plattformen wie Runalyze hochladen zu können.

Meine bevorzugte Verbindung ist die per Bluetooth zu meinem Handy – seitdem das funktioniert. Schon Sekunden nach dem Lauf habe ich so alle Daten mittels Garmin Connect App auf die Herstellerplattform hochgeladen. Eine weitere App sorgt bei mir dann noch für die Verteilung zu Strava und weiteren Diensten. Garmin öffnet sich zum Glück für solche Möglichkeiten, was für mich ein entscheidendes Kaufkriterium ist.

Per ANT+ lassen sich weitere Sensoren mit der Uhr koppeln. An Orten ohne GPS könnte ein Laufsensor Sinn machen – etwa im Fitness-Studio. Obwohl das die Uhr dank Beschleunigungssensor auch alleine leisten könnte. Will man die Uhr im Winter aber über der Kleidung tragen, läßt sich über die Funkschnittstelle aber auch ein Brustgurt koppeln – oder das Scosche Rhythmn+ Armband.

Training und Wettkampf

Um es gleich zu sagen: für mich sind die Forerunner-Uhren und Garmins Connect-Plattform eine ideale Unterstützung für meine Training und meine Wettkämpfe. Die zwei Datenseiten der Forerunner 225 bilden genau die Datenfelder ab, die ich dazu brauche: Pace der aktuellen Runde, aktuelle Pace und Herzfrequenz auf der ersten Seite; Gesamt-Pace, Timer und Distanz auf der zweiten. Zwischen diesen Anzeigen muss ich nur selten wechseln, denn eigentlich reicht mir die Seite 1. Seite 2 benutze ich gegen Ende eines Wettkampfes, um Reststrecke oder die Einhaltung einer geplanten Zielzeit zu kontrollieren.

Besonders leistungsstark finde ich aber die Planung von Trainingseinheiten auf Garmin Connect. Für einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten, greife ich mal auf ein Video des Blog-Kollegen Daniel von endurange.com zurück:

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Ich benutze das Tool für alle Intervall-Läufe und habe bisher immer alle Vorgaben aus den Trainingsplänen damit umsetzen können. Einmal erstellt und auf die Uhr übertragen, stehen sie mir jederzeit für das Training zur Verfügung. Kleine Anpassungen (Pace…) mache ich zur Not auch schon in Laufsachen auf dem Weg nach draussen. Unterwegs kann ich dann die Kontrolle voll an die Uhr abgeben und mich nur darauf konzentrieren die Vorgaben auch umzusetzen. Das Gleiche gilt für die Umsetzung der Pace-Vorgaben bei Wettkämpfen (siehe: Negativer Split).
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Meine Meinung

Ich bin von der Garmin Forerunner 225 total begeistert und kann sie nur jedem Läufer ans Herz legen, der die Freiheit ohne Brustgurt zu laufen genießen möchte. Mir macht es großen Spaß einfach nur die Uhr umzuschnallen und loslaufen zu können. Für mich sind die Forerunner 220 und die Forerunner 225 optimale Pulsuhren für Läufer – eine mit und eine ohne Brustgurt.
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Meine Praxistipps für die Forerunner 225 findest Du hier.

[divider]Weitere Meinungen und Reviews[/divider] DC Rainmaker

Overall the FR225 is a solid running GPS watch with a solid HR sensor. It tracks your heart rate accurately during activities, while also tracking your GPS distance. Adding to that it has activity tracking and a pretty good backend infrastructure within Garmin Connect. Essentially, if you’re just focused on running – this is a great little watch.

Freiluft Blog

Ansonsten verfügt man beim FR225 über die bewährten Lauf-Funktionen des Vorgängers, sowie präzise GPS Aufzeichnung, Akkulaufzeit bis zu 10 Stunden im Trainingsmodus, Wasserdichtigkeit bis 5 ATM, und automatische Synchronisierung via Bluetooth. Zusätzlich gibt es beim 225er jetzt auch einen integrierten Activity Tracker, wie man es schon von anderen Garmin Uhren kennt. Kurzum, mit dem Forerunner 225 ist Garmin ein perfekter Einstieg in das Segment der optischen Herzfrequenzmessgeräte gelungen.

Mein Schweinehund und ich (Thorsten Firlus-Emmrich, WiWo)

Alle Läufer, die nur laufen wollen und die Uhr gerne auch tags tragen. Sie ist als Trainingspartner auch für sehr ambitionierte Läufer geeignet, spätestens sobald auch noch Details wie Intervallzeiten dazukämen. Wer das Live-Tracking mag, der kann in Verbindung mit einem Smartphone seine Laufdaten auch in Echtzeit ins Internet stellen. Meins ist das nicht, ich brauch die Intervallrundenzeiten.

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  1. Danke für den Test! Echt super!
    Vielleicht kannst Du noch 2 Fragen beantworten, zu denen ich im Netz nix gefunden habe.
    1) Misst die Uhr auch den Erholungspuls nachdem man sein Training beendet hat?
    2) Kann man sein Training auch schon beginnen, bevor die Uhr GPS- und/oder Puls-Empfang hat?

    Vielen Dank,
    – torsten –

    1. Hi Torsten,

      da sprichst Du einen guten Punkt an: die Forerunner 220 hat den Erholungspuls noch angezeigt, bei der Forerunner 225 scheint diese Funktion weggefallen zu sein. Das war mir zwar aufgefallen, ich habe es aber vergessen im Test zu erwähnen.

      Zu Deinem zweiten Punkt: Du kannst jederzeit loslaufen. Mit dem Start läuft auf jeden Fall der Timer. Puls ist sowieso sofort da – da wirst Du wahrscheinlich nicht einen Schlag verpassen. Solange kein GPS-Empfang da ist, „schätzt“ die Uhr Geschwindigkeit und Distanz auf Grundlage des Beschleunigungssensors. Auch da wird Dein Track also alle Daten enthalten – eventuell mit einer kleinen Ungenauigkeit.

      War es das, was Du wissen wolltest?

      Herzlich

      Thomas

      1. Hallo Thomas,

        danke, das war genau das was ich wissen wollte :)
        Ich hatte mal die Adidas SmartRun getestet und die hatte das Problem, dass sie den Puls manchmal nicht sofort gefunden hat und man dann die Trainingsaufzeichnung nicht starten konnte. Analog verhielt es sich (imho) mit dem GPS. Schön das dies mit der 225 nicht so ist. Bin kurz davor mir diese als Ersatz/Nachfolge für meine 405 zu holen. Sie wird für meine Ambitionen mehr als ausreichend sein.
        Kurz noch: ist der Erholungspuls wichtig für dich? Wenn ja, wie machst Du das dann mit der 225?

        Vielen Dank,
        – torsten –

        1. Hi Torsten,

          der Erholungspuls war bei mir nach fast allen Einheiten immer gleich – oder zumindest sehr ähnlich. Daher hatte er für mich nie irgendwelche Aussagekraft und ich vermisse ihn bei der 225 auch nicht. Wenn Du von der 405 kommst, wird das ja ein großer Sprung. :) Ich habe auch noch eine.

          Herzlich

          Thomas

  2. Ein wirklich schöner Praxisbericht. Ich hab auch mein Glück bei Garmin versucht, aber bislang keine Antwort bekommen. Aber es ist ja bald die IFA, da kann man ja direkt einmal vorbeischauen und gucken, was das Team zu bieten hat und ob nicht in Zukunft das ein oder andere Testprodukt gereicht werden kann.

    Auf mich macht die Uhr auch einen tollen Eindruck. Was mich ein bisschen wundert ist das Hinzunehmen von Funktionen der Fitness Tracker. Dazu ist die Uhr eigentlich zu mächtig, als dass man sie 24/7 tragen möchte. Aber es ist sicherlich ein vergleichsweise günstiges, zusätzliches Kaufargument. Insbesondere das Display und der Funktionsumfang haben es mir angetan. Irgendwie ein sehr stimmiges Gesamtpaket.

    1. Hi Florian,

      danke für Dein Feedback. Ich denke auch, dass die Uhr von den meisten Benutzern nicht als Fitness-Tracker benutzt werden wird. Aber auch ohne die Funktion stimmt das Paket einfach – wie Du richtig sagst.

      Herzlich

      Thomas

  3. Na das ist aj mal ein ausführlicher Test!

    „Wenn ich Geld in so eine hochwertige Laufuhr wie die 225 investiere, bin ich auch unterwegs damit. Und dann ist mein Aktivitätsniveau sowieso so hoch, dass ich mir den Schrittzähler sparen kann. “
    Sehe ich auch so. Meine GPs Uhr hat auch so einen Aktivitätstracker, aber als Sportler muss man den nun wirklich nicht benutzen. Außerdem stört mich die Uhr beim schlafen.

    1. Hi Matthias,

      vielen Dank! Mir fallen immer noch Kleinigkeiten auf, die ich ergänzen könnte… Vielleicht mache ich das demnächst auch noch. Die Uhr ist schließlich der einzige Trainingsbegleiter, der wirklich bei jedem Lauf dabei ist.

      Herzlich

      Thomas

  4. Hallo,

    wirklich guter Bericht , deckt sich mit meinen Beobachtungen in drei Wochen !
    Eine Frage noch : Bei mir funktioniert die Pulsanzeige im Uhranzeigemodus nicht , es blinkt nur das Herzsymbol , wo eigentlich für 15 Sekunden die aktuelle Herzfrequenz erscheinen sollte !?
    Vielleicht hat jemand eine Idee !?
    Gruß
    H-P

    1. Hallo Hans-Peter, es dauert bei mir nur einen kleinen Moment, bis er den Puls gefunden hat. Vielleicht maximal 5 Sekunden. Es sei denn die Uhr sitzt nicht richtig. Aber dann findet er den Puls auch im Sport-Modus nicht. Wie ist das denn bei Dir?

      Herzliche Grüße

      Thomas

  5. Hallo,

    ich habe die 225 seit Freitag und heute beim 2. Lauf folgendes Problem erlebt. Die Uhr zeichnete von Anfang an auf, aber als ich zuhause ankam, war ich völlig enttäuscht, dass der Track auf der Karte erst bei km 2-3 beginnt. Abspielbar ist der Läufer auch auf der Straßenkarte in Garmin Connect nicht, die Analysekurven unten laufen aber. Hatte die Uhr die ersten 15 min evtl. kein GPS, weil ich sie ausgeschaltet hatte hnd sie 15 min für den Kaltstart brauchte?

    Kenne das von meinem Edge 800, aber da läuft ohne GPS erst gar nicht die Aufzeichnung an.

    Bin ratlos, ob ich sie nun zurücksende.
    Vlt hat hier einer ähnliche Erfahrungen?

    Monduc

    1. Hi Monduc, das hört sich so an, als wärst Du zu früh los gelaufen. War das GPS-Symbol denn schon „stabil“? Die Uhr zeichnet ja auch ohne Signal auf. Gerade wenn Du sie vorher komplett ausgeschaltet hattest, dauert es einen Moment bis sie soweit ist. Es kommt auch darauf an, vor wie vielen Tagen sie zuletzt einen GPS-Empfang hatte und ob sie zwischenzeitlich per Handy oder PC synchronisiert wurde. Dabei werden nämlich die GPS-Satelliten für die nächsten Tage auf die Uhr geladen – hilft aber halt nix, wenn die Uhr zu lange aus ist.

      Herzliche Grüße

      Thomas

  6. Danke für deine Antwort. Ich habe nicht darauf geachtet, alter Runtastic Reflex. Mein Handy hat immer GPS, da kein Kaltstart.

    Mir fiel aber sofort nach der Misere meine Edge 800 ein und das deckt sich mit deiner Aussage und der Frage weiter oben.

    Lese jetzt erstmal raus, wie das GPS Signal aussieht :-)

    Danke erstmal, ich bin sehr erleichtert, wenn es das war, lasse ich sie besser immer eingeschaltet.

    monduc

    1. Manchmal ist das GPS-Signal auch noch nicht ganz „sauber“, obwohl angeblich die Satellitensuche abgeschlossen ist. Ich warte im Zweifelsfall noch, bis die Uhr im Gehen eine Pace anzeigt. Obwohl das bei der 225 bisher noch nie notwendig war.

  7. Danke für den wirklich umfangreichen Test. Im Moment nutze ich eine Garmin 205, bei dem leider so langsam der Akku den Geist aufgibt. Für den 205 nutze ich die von Garmin bereitgestellt Software „Garmin Trainings Center“ und habe damit meine Daten alle lokal. Leider habe ich bis jetzt noch nichts dazu gefunden ob es auch für den 225 eine Software in der Form gibt, am liebsten würde ich die bestehende Software weiter nutzen. Kannst du das was zu sagen? Ich will meine Daten nicht ins Internet stellen auch wenn die Daten bei Garmin nicht unbedingt geteilt werden müssen.

    1. Hi Stefan,

      ich meine gelesen zu haben, dass das GTC mit der 225 nicht mehr funktioniert. Das wird daran legen, dass der Sync zu Garmin Connect gewünscht und vorgegeben ist. Da man auf die Dateistruktur der 225 aber per USB direkt zugreifen kann, wäre vielleicht ein manuelles Importieren der Trainingseinheiten in GTC möglich – falls dort FIT-Dateien unterstützt werden. Ich würde ja Runalyze als lokale Installation empfehlen. Da hast Du die Daten nicht nur lokal, sondern auch top ausgewertet.

      Gruss, Thomas

  8. Hallo,

    kann man mit der Uhr auch die Rundenzeiten stoppen? Wenn ja wieviel? Da wir sehr viel Wettkämpfe laufen, suchen wir eine Uhr, bei der man den gelaufenen KM anstoppen kann. Bei unserer bisherigen Casio drückt man kurz die Lap-Taste und es wird kurz die Zeit des zurückgelegten KM angezeigt und stoppt dann weiter.
    Konnte das bisher leider nirgens finden, wie viele Labs sie stoppen kann bzw. ob das überhaupt geht.

    Gruß
    Marion

    1. Hallo Marion, bei den Garmin-Uhren kann man einstellen, ob Laps automatisch erstellt werden sollen, oder ob man das manuell machen will. Die Standardeinstellung ist „Auto-Lap: 1 km“. Das heisst nach jedem gelaufenen Kilometer (bzw. der eingestellten Entfernung) piept die Uhr, zeigt kurz die aktuelle Kilometerzahl und die Pace der letzten Runde an, läuft ansonsten aber ganz normal weiter. Das gleiche kann man auch manuell durch Drücken der Lap-Taste machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Anzahl der Laps beschränkt ist. Liebe Grüße, Thomas

  9. Habe nun schon die dritte Sportuhr im Sortiment und muss sagen, dass mir Garmin generell zusagt. Ich finde die Firma produziert die Dinger auf höchstem Niveau. Die Forerunner 225 hat mein Training erheblich verbessert. Lieber lauf ich aber mit der Forerunner 235. Hast du bereits die Garmin Fenix 3 Saphir im Test? Die würd ich gerne mal ausprobieren! Hört man fast nur Gutes!

  10. Hallo,

    wirklich ein absolut toller Bericht. Generell sind deine Reviews sehr unterhaltsam und informativ formuliert. Ich teste gerade die Forerunner 225 und vergleiche sie mit der Polar m400.
    Kurioserweise kann ich über Garmin Connect mein Gewicht auch mit Nachkommastellen erfassen, übertragen wird aber immer nur das “ glatte Gewicht „. Seltsam. Ebenso stellen sich nach dem Synchronisieren per Garmin Connect APP meine Maßeinheiten immer wieder von metrisch auf imperial um, obwohl ich metrische Parameter eingegeben habe. Wirklich kurios. Vielleicht doch ein Einstellungsproblem?

    Beste Grüsse,

    Dirk

    1. Hi Dirk, danke für Dein Lob. :) Das Problem mit den Maßeinheiten kenne ich auch. Das scheint immer dann aufzutauchen, wenn man die Einstellungen sowohl in Garmin Connect als auch der Uhr verändert – bzw. mal hier und mal dort. Bei mir hörte der Spuk auf, als ich Änderungen nur noch auf Garmin Connect gemacht habe.

      1. Nun, also synchronisierst du nur noch über die App oder den PC?
        Wundert mich trotzdem, dass das Gewicht nicht mit Nachkommastellen synchronisiert wird.

        1. Ich synchronisiere nur über die App und mache alle Veränderungen an den Einstellungen nur auf Garmin Connect (also nicht an der Uhr selbst). Damit bin ich bisher immer gut gefahren. Mein Gewicht kennt Garmin nicht, daher kann ich dazu nichts sagen.

  11. Moin,

    das zweite Mal in 4 Wochen zählt die Uhr keine Schritte. Es passiert wohl, wenn immer nach einem Nachladen. Habe danach einen 18 km Lauf absolviert, den die Uhr auch aufgezeichnet hat, aber die Schritte stehen bei 0. Wenn man die Uhr dann ausschaltet und wieder startet, läuft der Schrittzähler wieder. Aber die ca. 18k Schritte sind verloren. Gut, dass ich diese Woche an keiner Schritt Challenge teilgenommen habe. Ich finde sowas ärgerlich.

    Gibt es einen Möglichkeit, sich die Schritt nachzutragen? Oder sich die aus dem aufgezeichneten Lauf zu generieren? Das die manuell eingetragenen Schritte für eine Challenge nicht mehr gewertet werden würden, fände ich ok, sonst könnte ja jeder manipulieren. Aber für die private Statistik wäre es schon schön.

    Gruß, Björg

    1. Hi Björg,

      soweit ich weiß gibt es diese Möglichkeit bei Garmin nicht. Theoretisch müsste man eine manipulierte FIT-Datei hochladen können. Aber ob das auch die Schrittzählung beeinflusst, kann ich nicht sagen.

    1. Das kommt darauf an, wo die Schritte gespeichert sind. Wenn die Uhr sie sowieso nicht gezählt hat, sind sie auch nicht in der Datei. Eine manipulierte Datei könnte aber welche enthalten – vermute ich. Ich habe das ActivityTracking bei meinen Uhren immer ausgeschaltet, weil ich es nicht brauche. Daher kann ich das nicht so genau sagen.

  12. Habe mir die Uhr auch zugelegt und bin sehr zufrieden, auch dank dieses ausführlichen Testes.
    Probleme habe ich mit der Auswertung. Wo kann ich im Garmin Connect Rundenzeiten ansehen? Kann ich auch Fußmärsche planen und als Training eingeben? Habe nur die manuelle Funktion gefunden, bezogen auf nachträglichen Eintrag. Bin da etwas ungeübt drin.

    1. Hallo Maik, Rundenzeiten siehst Du in der Ansicht Deiner Trainingseinheit gaaaaanz unten („Zwischenzeiten“). Allerdings nur, wenn Du auch z.B. automatisch jeden Kilometer eine Runde markierst. Wanderungen kann man bestimmt auch planen, nur habe ich das noch nicht ausprobiert.

  13. Hallo Thomas, vielen Dank für deinen wirklich Klasse-Test.
    Habe mir gerade eine Forerunner 225 gekauft, kaum gebraucht von einem Bekannten.
    Habe dazu folgende Frage:
    Die Uhr kann die Geschwindigkeit in km/h anzeigen, was auch prima funktioniert.
    Doch als Hobby-Läufer interessiert mich die Pace in min/km, so wie sie zum Beispiel auf dem Original-Karton zu sehen ist. Im Menü der Uhr kann man wählen zwischen Geschwindigkeit und Pace. Bei beiden Einstellungen wird nur die Geschwindigkeit in km/h angezeigt. Auch per Laptop mit Garmin connect lässt sich dies nicht ändern. Der Garmin Service sagte mir heute, dass diese Garmin generell nur in km/h anzeigt.
    Ist das auch deine Erfahrung? Vielen Dank für deine Antwort.
    Viele Grüsse
    Werner

    1. Hallo Werner, da warst Du ja anscheinend schon im richtigen Menü, um von km/h auf min/km umzustellen. Du musst bei „Pace“, wenn da „km/h“ angezeigt wird, nur einmal die Pfeiltasten links unten betätigen und dann die Anzeige „min/km“ mit der Taste rechts oben bestätigen. Dann sollte alles gut sein. Was Garmin gesagt hat, kannst Du getrost als Quatsch abtun… Du musst natürlich auch die Aktivität „Laufen“ starten, damit die Einheit auch verwendet wird. ;)

      1. Hallo Thomas,
        vielen Dank für deine schnelle Antwort ! Insbesondere aber für deinem informativen Tipp. Ja, ich habs jetzt gefunden und habe jetzt die Pace in „min/km“ auf dem Display. Bin das Menü nochmal durchgegangen. Im Menü Einstellungen/Aktivitätseinstellungen/Trainingsseiten /Seite1 (hier kann man die drei Anzeigen fürs Laufdisplay wählen, hier ist auch die Paceanzeige wählbar).
        Im übrigen hast du eine Klasse Webseite mit hilfreichen Informationen, werde mich hier öfter mal einfinden.
        Viele Grüsse
        Werner

        1. Hallo Werner, freut mich, dass das geklappt hat. Und vielen Dank für das dicke Lob. :) Freue mich auf Deine Besuche. Manchmal bin ich ja auch online und im Chat zu finden. Sag einfach mal „Hallo“!

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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